13. Dezember 2025 von Markus Zürcher
D'Politiker
Ke Politiker wott,
dass me würklich weiss, wien er’s meint,
drum seit er dis u meint das
u seit, es dient em Volk,
alli wärde dervo profitire.
Und er seit’s e so,
dass die meiste meine,
er meini’s würklech e so.
Nume e Minderheit versteit,
dass er im Grund gnoh seit:
Weisch, wien i meine?
Guet, zuegäh, es isch o chy übertribe,
wenn ig säge, jede Politiker sig e so.
Derby gitt’s ja o die andere,
die si ganz ehrlich
u säge immer wie sie’s meine,
die säge, wie’s würklech isch,
genau so, wien i meine, dass d’Wält sig,
drum wählen i die, weisch wien i meine?
U die Gwählte säge geng meh,
wie me meint, dass es sig,
bis sie sälber gloube,
d’Wält sig würklech e so,
wie die meiste, wo sie gwählt hei,
gloube, d’Wält sig e so.
Weisch, wien i meine?
Bewiese, wie d’Wält isch, fingsch für beides,
für Finde u Fründe,
u jede cha ganz ehrlech säge,
es sich e so!
U de isch’s e so!
Weisch wien i meine?
Nume Eine het däm Spieli es Änd gsetzt,
het ufghört vo Find u Fründ rede
het nume gseit,
es rägnet über beid. 1
Weisch wien Er’s het gmeint?
1 Die letzten fünf Zeilen beziehen sich auf ein Wort von Jesus. Nicht alle merken es. Und vielleicht ist es ja gut so. Es kann ja irgend einer daran erinnern, dass es über alle Menschen regnet und über allen die Sonne scheint. Denn letztlich leben wir alle von dem, was die Erde hervorbringt, wenn es regnet und die Sonne scheint.
Geschrieben von
Markus Zürcher
Das könnte Sie auch interessieren:
Texte hören und sehen
Franz Hohler sagte: Texte müssen vorgelesen werden. Das geschriebene Wort kann nicht alles wiedergeben. Geschwindigkeit und Betonung kann nur beim Vorlesen und Vortragen ausgedrückt werden. Hier kannst du hören und